Mittwoch, 10. März 2010

Science Fiction (SF) und Gott


Stanislaw Lem und Frank Herbert haben sich (wie auch andere) in ihren Erzählungen mit "religiösen" Fragestellungen beschäftigt, so etwa Herbert in "Riten der Götter".
Dabei drängt sich der Eindruck auf, dass für Götter (Gott) die Eigenschaft der Unverfügbarkeit wesentlich ist. Das bedeutet, dass (ein) Gott absolut autonom ist, niemand kann ihn zu einer Handlung veranlassen, alle menschlichen Aktionen prallen an ihm ab. So schildert Lem den Versuch einer Kultur durch "Kosmocid"(ultimatives Verbrechen der Zerstörung des gesamten Kosmos) Gott zum Handeln zu zwingen, was (natürlich) fehlschlägt.
In der SF-Literatur ist also (ein) Gott eine Wesenheit, die durch ihre absolute Autonomie, nicht aber durch Allmacht, Allwissenheit, Allweisheit oder auch durch die Rolle des Schöpfers definiert wird. Er ist (per Definition) unberechenbar, mächtig und gefährlich. Der Mensch ist ihm ausgeliefert, auch wenn er ihn selbst erschaffen haben sollte (Riten der Götter)!
Entgegen einer langen aufklärerischen Tradition gibt es in der SF-Literatur einen "Strang", der sich nicht mit der Existenzfrage (eines) Gottes, sondern mit seinen Eigenschaften beschäftigt. Also nicht "Gibt es Gott?", sondern "Wie ist Gott?".

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