Mittwoch, 10. März 2010

Sinn und Wissenschaft


Der große Fortschritt der Naturwissenschaften seit Galilei ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass man die Methode des reproduzierbaren Experiments (mit der ihm wesentlich zugehörigen Überprüfung) eingeführt hat.
Ein Naturwissenschaftler muss also berichten, wie er sein Experiment aufgebaut und was er damit gemessen hat. Die wissenschaftliche Welt (scientific community) hat dann die Aufgabe, das Experiment nachzubauen und festzustellen, ob dasselbe Ergebnis reproduzierbar ist.
Damit ist die Welt der Wissenschaft auf einen Teilaspekt des Wirklichen eingeengt, dafür aber sind dort viele Erkenntnisse zu gewinnen (so weit das nach Karl Popper auch überhaupt möglich sein mag).
Alle Ereignisse, die nicht reproduzierbar sind, sind aus der Wissenschaft ausgeschlossen. Wenn wir also annehmen, dass ein Engel einem Menschen eine Botschaft gebracht haben sollte, die seinem Leben einen Sinn verleiht, dann ist das nicht reproduzierbar, nicht überprüfbar und damit nicht Gegenstand der Wissenschaft.
Da nun sinnstiftende Erlebnisse (leider) nicht reproduzierbar sind, fallen sie aus dem diskutierbaren Rahmen. Ein "Wunder" (nicht reproduzierbar!) ist nicht Teil der wissenschaftlichen Welt!
Das wäre nun nicht weiter tragisch, wenn man die (methodisch sinnvolle) Reduktion und Einengung des Begriffs der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit nicht mit dem Begriff der "Wirklichkeit" schlechthin verwechseln würde.
Also, Experimente liefern interpersonal falsifizierbares Wissen, Wunder dagegen einmaligen und persönlichen Sinn!

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