Freitag, 16. April 2010

Political Correctness


Amerikanische Student(innen) entdeckten um 1990 eine machtvolle Methode zur Veränderung der Welt, nämlich die Veränderung der Sprache!
Es ist schwierig, jemandem eine falsche Meinung nachzuweisen, es ist aber leicht, ihn wegen formaler Fehler zu rügen. Das ist zwar unelegant und oberlehrerhaft, aber effektiv. Tabuisiert man nun gewisse Begriffe und führt andere ein, so beherrscht man - wenn man genügend Mitwirkende in den Medien hat - bald die intellektuelle Szene. Gewisse Ansichten sind dann allein deswegen, weil sie nicht mehr "anständig" formulierbar sind, gesellschaftlich unmöglich.
In Ergänzung der Methode werden dafür "unanständige" Wörter (etwa aus der deutschen Fäkalsprache) durch ständige öffentliche Verwendung enttabuisiert. Damit geht dann eine Veränderung des Wertesystems unauffällig Hand in Hand.
Geradezu genial ist auch die Einführung des Begriffes gender; wer ihn verwendet (verwenden muss), kann die katholische Lehre über Geschlechtlichkeit nicht mehr formuliern.
Heute ist es soweit, dass allein der Hinweis auf die "Political Correctness" als faschistoide Unterstellung und moralisches Fehlverhalten gilt. Wer das neue Vokabular nicht automatisch und unhinterfragt praktiziert, ist damit in der veröffentlichten Meinung als Faschist enttarnt.
Die neue Sprachregelung ist die Staatsreligion der westlichen Demokratien, die Medien sind ihre Inquisition. Unbarmherzig und wirksam.

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