Samstag, 29. Mai 2010

Papst Paul VI


Kaum über eine andere Persönlichkeit der jüngeren Vergangenheit wird so widersprüchlich gesprochen, wie über Paul VI. Für die allgemeine veröffentlichte Meinung ist er der ultrakonservative und rückschrittliche "Pillenpapst", der entgegen dem Aufbruch des Konzils die Uhr durch seine Moralenzyklika zurückgedreht hat. Für die kleine Gruppe der Konzilskeptiker ist er durch seine Neuordnung des Missale Romanum der skandalös revolutionäre Zerstörer des heiligen Messopfers. Diese negative Beurteilung teilen auch jene römischen Traditionalisten, die seine radikale Reduzierung des päpstlichen Hofstaates als schändliche Kulturrevolution einschätzen.
Was ist wahr? Die Fakten! Was ist widersprüchlich? Die Urteile! Wer hat recht? Christen sollten das Urteil über einen Menschen besser ihrem Herren Jesus Christus überlassen, als sich selbst zum Richter zu machen. Das schließt aber natürlich nicht aus, dass man in der Sache selbst andere Positionen vertreten kann, als Paul VI. Nur sollte man sich hüten, ihn wegen seiner Entscheidungen an den moralischen Pranger zu stellen und ihn medial zu verurteilen.

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