Montag, 7. Juni 2010

Kurt Goedel und Anselm von Canterbury


Anselmo d'Aosta, den wir Anselm von Canterbury zu nennen gewohnt sind (was viel über unsere Tradition und Lehre aussagt) entwickelte den sogenannten ontologischen Gottesbeweis. Darin versuchte er zu zeigen, dass aus der Idee eines höchsten Wesens notwendig dessen Existenz folgen müsse. Bereits Thomas von Aquin kritisierte den Gedankengang und seit Immanuel Kant  die Fehlerhaftigkeit des Beweises glasklar aufgezeigt haben wollte, glaubt jeder Intellektuelle darüber lächeln zu müssen.
Der größte Logiker des zwanzigsten Jahrhunderts, Kurt Goedel, der Macht und Ohnmacht der axiomatischen Methode in bewundernswerter Weise aufgezeigt und bewiesen hat, beschäftigte sich lange mit Anselms Gedankengang. Er publizierte dazu aber  nichts, da er fürchtete für gläubig gehalten zu werden, obwohl er doch nur bewiesen habe, dass Anselms Gedankengang logisch einwandfrei sei. Erst 1987 wurde erstmals sein rekonstruierter Anselmscher Beweis veröffentlicht. Darin wird formal und axiomatisch Anselm rehabilitiert. Es ist hier nicht der Ort, das im Detail zu erörtern. Aber hier kann ich sehr wohl sagen, wie entsetzt ich darüber bin, dass die zeitgenössische theologische Diskussion das in ärgerlichster Weise verschläft! Oder noch schlimmer, sind die Fachleute inkompetent?

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