Montag, 2. August 2010

Fast ein Thanka

Im tibetischen Buddhismus gibt es schöne und komplizierte Meditationsbilder, die man Thankas nennt. In den vielfältigen Ausprägungen abendländischer Esoterik gibt es Ähnliches in den Bildern der Alchemie und der Freimaurerei.
Ich glaube, dass Alexander Solschenizyn einmal Mathematiker mit Rosenkreuzern verglichen hat, wohl wegen ihrer Symbole, die Aussenstehenden unverständlich sind. Für Physiker mit ordentlicher theoretischer Grundbildung gibt es eine Gleichung, die - schön angeschrieben - als schlichtes Thanka mit unendlichem Hintergrund dienen kann. Es ist das die Euler-Lagrange-Gleichung.


In dieser Formel wird dargestellt, dass die beobachtbare Welt sich immer so verhält, dass ein Extremum erreicht wird. Wie viele Gedanken kann man daran anknüpfen! Wer denkt da nicht an die beste aller Welten (Leibniz)? Was kann man damit alles berechnen!
Einmal mehr zeigt sich darin die beklagenswerte Teilung unserer Kulturwelt (C.P. Snow) in Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft; im kulturellen Umfeld ist diese Wunderformel gänzlich unbekannt.

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