Mittwoch, 10. August 2011

Athanasius Kircher - fast ein Nexialist

Der Jesuit Athanasius Kircher war im 17. Jahrhundert bestens als Autor vieler Werke bekannt, in denen er - von den Hieroglyphen bis zum optischen Projektor - Geheimnisvolles, Spannendes und Neues erklärte.
Er erfreute sich nicht nur großer Beliebtheit bei vielen Lesern, sondern galt auch als Universalgelehrter. Seine Bücher waren reichhaltig illustriert und verkauften sich hervorragend.
Ganz im Sinn einer umfassenden "Theory of Everything" legte er allen seinen Überlegungen die katholische Lehre zu Grunde, wobei er vor phantasievollen und kreativen (aber immer rechtgläubigen) Auslegungen nicht zurückschreckte.
Mit der weiteren Entwicklung der Naturwissenschaft zur positivistisch eingeengten Welt des intersubjektiv Reproduzierbaren vergaß man diesen kreativen Querkopf. Heute - in der Postmoderne - wird er zaghaft wiederentdeckt.
Für mich ist seine "katholische", also umfassende und integrative Weltsicht ein früher Hinweis auf die noch immer ausstehende Wissenschaft und Kunst des "Nexialismus".

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