Mittwoch, 9. Januar 2013

Evolution der Bildwelt der "Heiligen Drei Könige"

In der Wikipedia lesen wir:

Das zweite Kapitel des Matthäusevangeliums (Mt 2 EU) berichtet im Rahmen der Erzählung von der Geburt Jesu Christi in Betlehem über die Verehrung des Neugeborenen durch Μάγοι ἀπό ἀνατολών (griechisch, Magoi apo anatolôn, Magier aus dem Osten). Dort heißt es: Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.

Die bildliche Darstellung dieser Perikope zeigt eine interessante Entwicklung:

Schlicht in der Antike (Vatikan) 

Prächtig in der Spätantike (Ravenna)

Imperial im Hochmittelalter (Köln)

Das zeigt, wie Figuren einer Erzählung, sobald der Kontakt zur Realität verloren ist und sie sich verselbständigt haben, eine innere Dynamik entwickeln. Sie besitzen etwas, das man Entelechie nennen könnte. Hier noch dazu gegenläufig zur gängigen Verfallshypothese der Altertumsverehrer der frühen Neuzeit.

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