Mittwoch, 11. März 2015

Das Falsifikationsprinzip in der Religionskritik



Karl Popper hat in seiner Wissenschaftstheorie bekanntlich den Findungsprozess der Hypothesen ausgeklammert und legt nur Wert auf deren Falsifizierbarkeit. So ist etwa Schrödingers Gedankengang vom Eikonal zur "Schrödingergleichung" der Quantentheorie für deren Verwendbarkeit irrelevant (Gott sei Dank, da diese "Herleitung" logisch unhaltbar ist!). Wendet man das auf die Religionskritik an, so werden alle Spekulationen über möglicherweise wahnhafte Religionsstifter oder allfällige Unterdrückung oder Fälschung von normativen Texten obsolet. Das einzig Wesentliche ist dann die Frage, ob sich diese Religion im Leben bewährt (ihm Sinn verleiht) oder eben nicht. Damit ist Religion (ein Deutungs- und Lebenskonzept) als "falsifizierbar" und damit zulässig eingeordnet. Eine Religion ist also nicht historisch textkritisch, sondern nach ihrer gesellschaftliche Wirklichkeit zu beurteilen. Das ist dem recht ähnlich, was Gotthold Ephraim Lessing in seiner Ringparabel 1779 vorgeschlagen hat.

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