Samstag, 28. März 2015

Der Mythos vom Naturgesetz

Der Begriff Gesetz impliziert im üblichen Sprachgebrauch, dass durch eine Institution untergeordneten Individuen, die über Wahlfreiheit in ihrem Verhalten verfügen, ein spezielles Procedere normativ vorgeschrieben wird. Damit ist notwendig auch die Möglichkeit der Zuwiderhandlung und für diesen Fall auch der Aktualisierung angedrohter Strafen verbunden.


Der Galilei-Raum ist die Nachbildung eines imaginären Arbeitszimmers des italienischen Physikers im Deutschen Museum, München


Wenden wir das auf das "Fallgesetz" an: "Im Vakuum fallen alle Körper gleich schnell". Wer hat das anbefohlen? Haben die fallenden Körper die Möglichkeit langsamer oder schneller zu fallen? Wer bestraft ungehorsame Körper wann und in welcher Weise?
Offenbar ist der Begriff "Gesetz" hier völlig fehl am Platz! Was aber ist der Satz "Im Vakuum fallen alle Körper gleich schnell" dann?
Ganz einfach, er ist eine Beschreibung, von der wir hypothetisch annehmen, dass sie zutreffend ist. Tatsächlich wurde diese Beschreibung seit Jahrhunderten immer wieder als zutreffen befunden, sie wurde nie falsifiziert.

Verallgemeinernd möchte ich behaupten, dass es in der Naturwissenschaft ein irreführender Sprachgebrauch ist, von Naturgesetzen zu sprechen, richtiger ist es wohl von Beschreibungen zu reden, die als Hypothesen zu gelten haben. Das ist sehr einleuchtend, warum reden aber trotzdem seit langer Zeit so viele von den "Naturgesetzen"? Ist das nur Gedankenlosigkeit, schlampiger Sprachgebrauch oder Pseudophilosophie durch die Hintertür?

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